Der Bau von Doppelhäusern boomt in Deutschland.

Boom Doppelhäuser

Im vergangenen Jahr wurden von den Behörden mehr neue Wohnungen genehmigt als seit 1999 nicht mehr. Vor allem Zweifamilienhäuser verzeichneten einen starken Anstieg im Neubau.

Im vergangenen Jahr haben die Behörden ca. 380.000 neue Wohnhäuser genehmigt. Das politische Ziel von 400.000-Einheiten pro Jahr wurde damit fast erreicht. Es gab zuletzt mehr genehmigte Wohnungen in einem Jahr, so 1999. Laut dem Statistische Bundesamt in Wiesbaden, lag der Zuwachs im Vergleich zum Vorjahr bei 3,3 Prozent.

Im Jahr 2021 wurden etwa ca. 328.000 Wohnungen im Neubau genehmigt, das sind 2,6 Prozent mehr als im Vorjahr. Dies führten hauptsächlich auf den starken Anstieg der Zweifamilienhäuser zurück. Dazu gehören meist Doppelhäuser und Einfamilienhäuser mit Einliegerwohnung. Der Zuwachs lag hier bei gut einem Viertel (25,1 Prozent) auf 32.000 neue Wohnungen.

Das Statistische Bundesamt erklärt dies unter anderem mit Vorzugseffekten wegen des Auslaufens des Baukindergeldesim ersten Quartal 2021 und dem Ende der Förderung von Häusern, die nur 55 Prozent des Energiebedarfs eines Referenzgebäudes verbrauchen.

Im vergangenen Jahr gab es bei Einfamilienhäusern nur einen relativ geringen Anstieg der Baugenehmigungen von 0,9Prozent, gegenüber 2,2 Prozent bei Mehrfamilienhäusern. Das Minus lag bei 26,6 Prozent, für Wohnheime wurden weniger Baugenehmigungen erteilt als im Vorjahreszeitraum.

Im Jahr 2021 ist Bauen viel teurer geworden. Im Laufe des Jahres schnellen die Preise für Holz, Stahl und Stahlbeton aufgrund von Lieferengpässen, Rohstoffknappheit und erhöhter Nachfrage im In- und Ausland an. Auf den Bausektor wirkte sich dies auch aus.

In der zweiten Jahreshälfte 2021 sank die Zahl der Baugenehmigungen für Neubauten von Wohn- und Nichtwohngebäuden, bei denen Holz oder Stahl und Stahl die meisten Baustoffe waren. Das Minus lag bei Stahl und Stahlbeton bei 9,8 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2020.

Vor Preisübertreibungen auf dem Immobilienmarkt warnte die Bundesbank daher. Im vergangenen Jahr hätten sie sich noch verstärkt. Die Wohnimmobilienpreise in deutschen Städten liegen im Jahr 2021 zwischen 15 und 40 Prozent über dem gerechtfertigten Niveau.