Smarthome Fußbodenheizung Ratgeber

Smarthome Fußbodenheizung Ratgeber

Schon bei den alten Römern oder im historischen Korea erfreute sich eine Fußbodenheizung großer Beliebtheit. In Europa wurde diese Form des Heizens erst um 1970 wiederentdeckt und nimmt an Popularität zu. Ein modernes Heim kommt wohl kaum ohne Fußbodenheizung aus, um es auch im kältesten Winter wohlig warm zu haben. Eine Smarthome Fußbodenheizung ist effektiv und hilft dabei, Kosten zu sparen. Die Vorteile dieser Heizungsform sind unter anderem deren Flächenwirkung und das Wegfallen diverser Wartungsarbeiten. Überdies lassen sich die Funktionen ganz einfach über eine App oder Sprachbefehl bedienen.

Vorteile der Smarthome Fußbodenheizung

In Deutschland hat sich nahezu jeder zweite Bauherr zum Einbau einer Flächenheizung entschieden. Diese Form der Wärmespender gibt es als Wandheizungen, Deckenheizungen und Fußbodenheizungen. Die Smarthome Fußbodenheizung hat sich dabei als die beliebteste Heizungsanlage durchgesetzt, denn sie bietet zahlreiche Vorteile.

  • Smarthome-Fußbodenheizungen sind Niedrigtemperaturheizsysteme, weil sie im Gegensatz zu herkömmlichen Heizkörpern eine Temperatur von 40 Grad Celsius nicht übersteigen. Die behagliche und gleichmäßig verteilte Wärme lässt es zu, selbst im Winter im Haus barfuß zu laufen.
  • Eine Smarthome Fußbodenheizung lässt sich auch nachträglich einbauen.
  • Jeder Fußbodenbelag eignet sich auch für eine Fußbodenheizung. Teppichböden und Beläge müssen nur einen geringen Wärmewiderstand aufweisen und sind eigens als für Fußbodenheizungssysteme geeignete Beläge gekennzeichnet.
  • Diese Art der Heizung benötigt viel seltener regelmäßige Wartungsarbeiten, wie etwa einen hydraulischen Abgleich bei Druckverlust in den Heizungsrohren.
  • Smarthome Fußbodenheizungen sind nicht wesentlich teurer als herkömmliche Heizungssysteme und helfen beim Heiz- und Energiekostensparen. Diese Heizung verbraucht weniger Energie als Wandradiatoren und verteilt die Wärme im Raum viel effektiver und gleichmäßiger.
  • Die Funktionen der Heizung lassen sich ganz praktisch über eine App bedienen. Diese Echtzeit-Energieverbrauchsanzeige ermöglicht auch eine effektive Energieersparnis und Verringerung der Heizkosten.
  • Eine Smarthome Fußbodenheizung schadet auch bei Durchblutungs- oder Venenproblemen nicht und verursacht auch keine Thrombosen oder Käsefüße. Derartige Vorurteile lassen sich in das Reich der Mythen verbannen.
  • Diese Art des Heizens ist hygienischer, denn die trockene Wärme am Boden verhindert das Wachstum von Hausstaubmilben und die Bildung von Schimmelpilz. Es gibt keine Radiatoren mehr, die Staub aufwirbeln.
  • Die Fußbodenheizung macht die architektonische Gestaltung im Smart Home einfacher, da in Räumen keine Heizkörper oder Rohre eingeplant werden müssen.
  • Fußbodenheizungssysteme eignen sich auch zur Klimatisierung, also zur Kühlung von Räumen.

Arten von Fußbodenheizungen

Es gibt unterschiedliche Arten von Fußbodenheizungen, die sich durch die Form des Einbaus und durch die Funktionsweise unterscheiden lassen.

Einbau

Die Unterscheidung der Verlegungsarten in Trockensysteme und Nasssysteme kommt sowohl bei elektrischen als auch bei Warmwassersystemen vor. Bei einem Trockensystem unter Verwendung von Trockenestrichplatten oder Stahlfliesen kommen die Rohre unterhalb des Bodenbelags in eine Dämmschicht. Diese Art des Einbaus eignet sich besonders gut für die Nachrüstung einer Smarthome Fußbodenheizung. Bei einem Nasssystem (Zement-Estrich oder Anhydrit-Estrich, auch Gussasphalt und Walzasphalt) werden die Rohre direkt in den flüssigen Estrich verlegt und sind daher vollständig in den Boden integriert.

Funktionsweise

Die Arten von Fußbodenheizungen lassen sich Anhand der Funktionsweise als Warmwasser-Heizsysteme und als elektrische Flächenheizung unterscheiden.

Warmwasser
Warmwasser-Heizungen bestehen aus wenige Millimeter dünnen Rohrleitungen, meist aus Kunststoff, seltener auch aus Metall wie etwa Kupfer. Am häufigsten kommen sogenannte PE-X Rohre aus Polyethylen vor. Diese sind sauerstoffdicht und verhindern die Korrosion von Eisenteilen. Die Verlegung dieser Rohre erfolgt in Mäandern oder in Schneckenform mit einer Zwischenschicht aus Aluminium. Viele bevorzugen die Schneckenform, da sie eine gleichmäßige Wärmeverteilung garantiert.

Bei der Verlegung der Rohre helfen auch Kunststoffkapillarrohrmatten, welche auch zu einer besseren und gleichmäßigeren Temperaturverteilung führen. Die Abstände zwischen den Röhrchen lassen sich dem Wärmebedarf anpassen. Zu große Temperaturunterschiede durch zu große Abstände im Estrich sollte man beim Einbau jedoch vermeiden.

Elektrische Heizung
Bei elektrisch betriebenen Flächenheizungen kommen Widerstandskabel oder Heizfolien mit eingearbeiteten Heizleitern anstelle von Rohren vor. Eine elektrische Fußbodenheizung lässt sich entweder unter, im oder auf dem Estrich verlegen. Dies ist auch im Kleberbett von Fliesen und Folien und sogar unter Laminat möglich. Die geringe Bauhöhe macht elektrische Fußbodenheizungen besonders geeignet für die direkte Verlegung unter Fußbodenbelägen und auch für die Nachrüstung in einem Smarthome. Diese elektrischen Wärmeleiter gibt es ab einem Durchmesser von 3 Millimetern. Die Heizmatten ab 2 Millimeter Höhe eignen sich nicht als Vollheizung, sondern dienen nur zur Fußbodentemperierung.

Heizleistung

Eine Entscheidungshilfe bei der Anschaffung einer Smarthome Fußbodenheizung bieten die Daten der Wärmeverteilung und der Gesamtwärmeleistung. Hier geht es um die Leistung eines Heizsystems von Flächenheizung oder Radiatoren, die erbracht werden muss, um die gewünschte Raumtemperatur zu erreichen.

Jede Flächenheizung lässt die notwendige Heizleistung einfach berechnen und einstellen. Eine Heizkurve zeigt dabei an, ab wann bei welcher Außentemperatur welche Vorlauftemperatur notwendig ist. Die Hersteller liefern dazu die jeweiligen Leistungsdiagramme für verschiedene Bodenbeläge und Rohrabstände.

Eine Fußbodenheizung benötigt eine geringe Vorlauftemperatur, lässt sich also auch mit Solaranlagen und Wärmepumpen betreiben. Die Heizungs- und Kühlfunktion bietet sich vor allem in Kombination mit Erdwärme oder einer Wärmepumpe an. Eine im Estrich verlegte Bodenheizung eignet sich gut als Wärmespeicher und erhöht die Effektivität von Heizkesseln. Die Anpassung der Raumtemperatur erfolgt jedoch relativ langsam im Vergleich zu anderen Heizungen, da eine größere Fläche aufgewärmt werden muss. Ein kalter Boden braucht auch ziemlich lange, um warmzuwerden.

Heizungssteuerung

Eine smarte Fußbodenheizung bietet viele Vorteile, da diverse moderne Steuerungssysteme genutzt werden können. Die Steuerung der Fußbodenheizung kann wie gewohnt manuell am Raumthermostat erfolgen. Dank intelligenter Technologien lässt sich die Heizung auch über eine Smartphone App, via Sprachbefehl oder komplett automatisch mit Zeitplänen und Automationen steuern. Die Steuersysteme der Heizung sind meist mit weiteren Heizkörperthermostaten und anderen smarten Geräten kompatibel.

Die Steuerung von elektrischen oder warmwasserbetriebenen Fußbodenheizungen im Smart Home erfolgt meist über ein zentrales Heizthermostat. Mittlerweile gibt es auch Regelung per App oder Sprachbefehl, wobei nach wie vor ein Thermostat Teil der Steuerungseinheit ist. Diese Apps gibt es mit lokaler Datenspeicherung in vielen Ausführungen, die sich mit HomeKit und Siri regeln lassen. Derartige intelligente Steuerungen ermöglichen die Steigerung des Wohnkomforts durch freie Konfigurationsmöglichkeiten und unbegrenzte Skalierbarkeit. Die Regelung kann für die gesamte Wohnumgebung einheitlich erfolgen oder für jeden Raum einzeln.

Eine digitale intelligente Steuerung bietet volle Funktionsvielfalt mit Zeitplänen und Automationen und zeigt die derzeitige Temperatur sowie den Energieverbrauch in Echtzeit an. Eine App ist selbstlernend anhand des Verhaltens der Anwender und selbstregulierend anhand von Gebäudecharakteristika und Umweltbedingungen. Die Geofencing Funktion für Heizen lässt sich auch nur für den Zeitpunkt aktivieren, wenn jemand Zuhause oder auf dem Heimweg ist.