Die Markise als Sonnenschutz für Balkon und Terrasse – Was ist zubeachten?

Die Markise als Sonnenschutz für Balkon und Terrasse - Was ist zubeachten?

Ein effektiver Schutz vor Sonneneinwirkung und schädlichen UV-Strahlen ist wichtig für alle, die sich im Freien aufhalten. Die Stoffe einer Markise können bis zu 95 Prozent der UV-Strahlung filtern. Die Markise als Sonnenschutz für Balkon und Terrasse spendet überdies großflächig Schatten. Darüber hinaus können Markisen auch anderen Wetterlagen widerstehen und vor neugierigen Blicken schützen. Markisen gibt es in vielen unterschiedlichen Ausführungen. Es gilt daher, die individuellen Gegebenheiten zu beachten, um die passende Markise zu finden.

Montage und Antrieb

Markisen sind im Handel in den zwei Varianten als festmontiert oder als frei stehend erhältlich.

Eine frei stehende Markise hat den Vorteil, nahezu überall zum Einsatz bereitzustehen, auch beispielsweise im Garten. Zur Befestigung sind weder Wand noch Dach notwendig, dazu dient eine frei stehende Tragkonstruktion. Um auch Wind und Wetter zu widerstehen, wird diese Markisenvariante üblicherweise in einem Fundament fest verankert.

Die festmontierte Markise kann an einer Decke, an einem Dachsparren oder an einer Hausfassade befestigt werden. Auch eine Hausmauer kann zur Befestigung dienen, wenn diese stabil genug ist.

Bei den meisten Markisenmodellen steht überdies zur Auswahl, ob der Antrieb händisch mittels Kurbel oder mithilfe eines Motors über Knopfdruck erfolgt. Ganz aktuelle Varianten lassen sich sogar mittels Funkfernbedienung oder Smartphone steuern.

Markisenarten

Durch ihre Bauart lassen sich Markisen in weitere Kategorien einteilen.

Verfügt die Markise über zwei Arme, die beim Ausfahren herabfallen, handelt es sich um eine Fallarmmarkise. Diese Markisenvariante lässt sich auch wie ein Rollo verwenden, da sie eine Schwenkung von fast 180 Grad nach unten zulässt. Daher kommt sie oft im Fensterbereich zum Einsatz.

Alternativ dazu lassen sich auch Vertikalmarkisen einsetzen. Diese sind wie Rollos über einem Fenster angebracht.

Am Boden und an der Gebäudefassade angebrachte Modelle nennt man Seitenmarkisen. Diese Variante lässt sich schnell und bequem als Wind-, Sonnen- und Sichtschutz einsetzen.

Die Gelenkmarkise verfügt über zwei Gelenke, die mittels Federn mit einer Tuchwelle verbunden sind. Mittels Kurbel oder Motor kann die Markise ein- und ausgefahren werden. Dieses Modell dient zur Befestigung an einer Mauer oder an einem Balken und eignet sich daher am besten für eine Terrasse.

Eine weitere Art der Gelenkmarkise ist die sogenannte Kassettenmarkise. Wie der Name schon nahelegt, sind das Markisentuch und der Antrieb im eingefahrenen Zustand durch eine Metallkassette geschützt. Damit sind Haltbarkeit und Langlebigkeit garantiert.

Worauf bei Markisen zu achten ist

Der größte Vorteil von Markisen ist die breite sonnengeschützte Fläche, die mehreren Menschen Platz bietet. Das robuste Material schützt auch vor Schlechtwetter und beugt dem Ausbleichen von Mobiliar vor.

Jedoch sollte bei der Montage darauf geachtet werden, einen möglichst windgeschützten Standort zu wählen. Kann dies nicht der Fall sein, zählt beim Kauf einer Markise die Angabe der Windklasse. Die Windklasse 2 bedeutet beispielsweise, dass die Markise bis maximal Windstärke 5 ausgefahren bleiben darf. Hinsichtlich Qualität und Verarbeitung bietet das CE-Prüfzeichen eine Garantie für hochwertiges Material.

Generell gilt jedoch, dass Markisen bei drohendem Unwetter eingefahren werden sollten, um Beschädigungen an der Markise selbst oder an deren Aufhängung zu vermeiden.

Sollte eine Markise dennoch einmal nass geworden sein, muss sie im ausgefahrenen Zustand vollständig austrocknen. Ein aufgewickelter nasser Stoff kann Schimmel oder Stockflecken ausbilden.