Luxusimmobilien

Luxusimmobilien

Von Luxuswohnungen oder Luxusimmobilien spricht man, wenn die Wohnqualität eines Gebäudes oder einer Wohnung deutlich über dem Standard liegt beziehungsweise das absolute Gegenteil einer Sozialwohnung darstellt. Dies schlägt sich auch in einem weit über dem üblichen Niveau liegenden Preis nieder. Jedoch ist es nicht der Kostenfaktor alleine, welcher Bauobjekte zum Luxus macht. Die Seltenheit, die Dimensionen, das verwendete Baumaterial oder die Ausstattung können zu dieser Einstufung beitragen.

Luxusfaktoren

Um zu den Luxusgütern zu gehören, weist eine Wohnung oder ein Wohngebäude außergewöhnliche Wohnqualität durch eine Reihe von Faktoren auf. Zu diesen gehören

  • Bauform, Baustil oder Formensprache
  • Lage
  • Größe und Umfang
  • Material
  • Innenarchitektur und Ausstattung
  • Rarität bis Einmaligkeit

Beispiele für Bauform, Baustil oder Formensprache von Luxusimmobilien sind Bungalow, Villa, Landhaus, Penthouse, Loftwohnung oder Maisonette. Bessere Wohnlagen sind beispielsweise am Rande der Innenstadt und in der Nähe von weiten Grünflächen und Parkanlagen. Die Ausstattung, die bei Luxusimmobilien wesentlich vom üblichen Standard abweicht, umfasst beispielsweise eine weitreichende Gartenanlage, Loggia und Sauna, Schwimmbecken, Terrasse oder Whirlpool sowie eine umfassende Klima- und Heiztechnik. Edle und seltene Materialien in der Bausubstanz, Kunstgegenstände und die Atmosphäre von Seltenheit oder gar Einmaligkeit, beispielsweise durch historische Gegebenheiten oder Mitarbeit berühmter Architekten und Designer, kann ebenfalls ein Faktor für Luxuswohnen sein.

Preisfaktor

Die Kaufpreise bei Luxusimmobilien richten sich meist nach dem Grenznutzen, also einem Preis, welcher ein wohlhabender Käufer bereit ist auszugeben. Der Wert der Lage zählt beispielsweise mehr als der Ertragswert, wenn eine größere Wohnfläche und Luxuswohnungen statt Standardwohnungen eine höhere Mietrendite erzielt. Bei Luxuswohnungen mit über dem Standard liegendem Komfort ist stets die Bestlage vorauszusetzen. Preisfluktuationen spielen bei derartigen teuren Luxusgütern kaum eine Rolle, wenn es um das Kaufinteresse geht.

Steuer und Verträge

Luxusimmobilien gibt es am Markt in vielfältiger Form, als Ein- oder Zweifamilienhäuser, als Eigentumswohnungen und auch als Mietwohnungen, möbliert oder unmöbliert. Vertragsrechtlich gesehen gibt es keinerlei Unterschiede zu einem gewöhnlichen Immobilienkaufvertrag oder Mietvertrag. Jedoch stellt sich die Frage, ob sich eine Luxuswohnung für Privatpersonen zur herkömmlichen Nutzung eignet. Vor dem Steuerrecht gilt daher eine Luxuswohnung als Liebhaberei. Der Wohnungsmarkt betrachtet Luxusimmobilien ebenfalls als ein spezielles Segment im Hochpreisbereich. Zum hohen Kaufpreis kommt die besonders kostspielige Erhaltung. Die Unterhaltskosten von Luxuswohnungen sind extrem hoch durch die große Wohnfläche alleine, was weit höhere Energie- und Nebenkosten verursacht. Zur Verwaltung der Luxusgüter ist überdies meist Hauspersonal notwendig.