Mietrendite

Mietrendite

Die Bezeichnung Mietrendite bezeichnet jene Rendite einer Mietimmobilie, welche der Vermieter aus dem Ertragswert der Vermietung einer Immobilie erzielt. Diese Rendite ist wichtig für Kapitalanleger als Anlagekriterium. Privatanleger ebenso wie institutionelle Anleger sehen eher die Rendite als den Preis einer Immobilie als eine wichtige Signalfunktion, ob sich eine Investition lohnt. Für die Lenkung des Kapitals zählt das vorteilhafte Verhältnis von Rendite und Risiko. Ein hoher Preis zeigt hingegen nur eine gewisse Knappheit an Angebot von Gütern oder Dienstleistungen an.

Rendite als Kennzahl

Die Mietrendite ist eine Kennzahl für die wirtschaftliche Rentabilität einer Investition. Sie zeigt an, wie gewinnbringend eine Immobilie sein kann. Dies ist wichtig bei Entscheidungen, die den Kauf von Immobilien betreffen, die hinsichtlich Ausstattung, Lage und Bauqualität einander sehr ähnlich sind. Eine hohe Rendite bedeutet geringe Knappheit und hohes Risiko, ein niedriges Risiko bedeutet auch niedrige Mietrenditen. Weitere Kennzahlen für die Rentabilität einer Immobilie können auch die Eigenkapitalrendite und die Gesamtkapitalrendite sein.

Berechnung

Für die Berechnung der Mietrendite zählt das Verhältnis der Mieteinnahmen am Ende eines Jahres und der gesamten Ausgaben für eine Immobilie. Berechnen lassen sich sowohl die Brutto- als auch die Nettomietrendite. Der Unterschied ist, dass sich die Bruttomietrendite ausschließlich auf den Kaufpreis in Relation zum Jahresmietpreis bezieht. Die Nettomietrendite berücksichtigt auch alle weiteren Kosten, die bei der Anschaffung oder Vermietung einer Immobilie anfallen, wie etwa die Betriebskosten. Meist ist es die Brutto-Mietrendite, welche als Kennzahl herangezogen wird.

Formel der Brutto-Mietrendite

Die Formel für die Brutto-Mietrendite lautet: Jahres-Kaltmiete geteilt durch den Kaufpreis und das Ergebnis multipliziert mit 100. Als Orientierung für eine gute Investition gilt, dass die Mietrendite bei mindestens 5 Prozent liegen sollte.

Formel der Netto-Mietrendite

Die Netto-Mietrendite liefert eine genauere Ertragsdarstellung als die Brutto-Mietenrendite. Die Berechnung bezieht sämtliche Kosten beim Erwerb einer Immobilie mit ein. Das sind neben dem Kaufpreis auch die Grunderwerbsteuer, Maklergebühren, Notar und Grundbuchgebühren und allfällige Instandsetzungskosten.

Ebenso berücksichtigt die Berechnung des Jahresreinertrags für die Vermietung nicht nur die Jahres-Nettokaltmiete alleine. Dieser Betrag vermindert sich durch eine Reihe von vermieterseitigen Kosten, wie etwa Verwaltungs- und Instandhaltungskosten oder auch die Instandhaltungsrücklage eines Gebäudes.

Weitere Einflussfaktoren

Weitere Faktoren können die Berechnung beeinflussen, wie etwa die regelmäßigen Mieterhöhungen auf positiver Seite, Leerstandszeiten, kostspielige Reparaturen und Mietnomaden auf negativer Seite. Jedoch gelten Immobilien in mittleren Lagen generell als gute Wertanlage, da sie in der Regel eine kontinuierliche Wertsteigerung erfahren.