Eigentumswohnung: Schränke vor dem Umkippen sichern

Schrank vorm Umkippen sichern
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Ein leichtes Ziehen reicht oftmals aus und der Schrank gerät ins Kippen oder Schwanken. Wer seine Eigentumswohnung nicht nur schön, sondern auch sicher einrichten möchte, sollte von daher die Schränke vor dem Umkippen sichern. Wie das geht, erfahren Sie in dem folgenden Beitrag. 

Was ist beim Kauf der Schränke zu beachten?

Wenn es um die Auswahl des passenden Schrankes für die Eigentumswohnung geht, sollten die Möbelstücke zu den Maßen und zum eigenen Platzangebot passen. Ob vor Ort im Fachhandel oder online: Die Maße sollte jeder vor dem Kauf überprüfen. In den Webshops sind diese Angaben direkt in der Produktbeschreibung zu finden. Unter https://www.bewohnen.net/magazin/schrankmasse/ finden Sie weitere Informationen zu den Schrankmaßen. So kann zu Hause mit einem Zollstock kontrolliert werden, ob der Schrank überhaupt zu den Raumdimensionen passt. Es empfiehlt sich nicht, den Schrank direkt in die Laufwege oder neben die Tür zu stellen. Damit steigt die Gefahr, gegen die Ecken und die Kanten zu stoßen und den Schrank ins Kippeln zu bringen.

Wandverankerung: So befestigen Sie die Schränke sicher

Gerade hohe Regale und Schränke sollten unbedingt abgesichert werden, um Unfälle zu Hause zu vermeiden. Die einfachste Möglichkeit bietet sich durch die Verankerung mit der anliegenden Wand an. Im Baumarkt und im Fachmarkt gibt es dafür passende Stahlwinkel. Ein Schenkel des Winkels wird an der Oberseite des Schrankes befestigt. Dafür sind ausreichend lange Holzschrauben notwendig. Ebenfalls mit passenden Schrauben werden die wandseitigen Winkel in der Wand befestigt. 

Es kommt auf die Beschaffenheit der Wand an, ob zusätzliche Dübel notwendig sind. Besondere Vorsicht ist geboten bei Hohlraumwänden. Das sind Leichtbauwände, die aus Gipskartonplatten bestehen. Grundsätzlich sollte jeder Eigentümer die Beschaffenheit der Wände vor der Bohrung überprüfen. So gilt es in diesem Zusammenhang dahinter verlaufende Elektroleitungen auszuschließen. Ein Blick in die Bauzeichnung sollte Aufschluss geben und vor unangenehmen Überraschungen bewahren.

Die Bodenbefestigung frei stehender Schränke

Stehen die Schränke frei im Zimmer, kommt eine Befestigung mit der Wand nicht infrage. Hier bietet sich der Boden für die Verankerung an. Bei den Eigentumswohnungen hat der Besitzer freie Hand, was die Bearbeitung des Bodens anbelangt. Im Vergleich dazu müssen die Mieter den Vermieter fragen, wenn sie Bauarbeiten am Boden verrichten wollen. Es kann im Zuge der Dübel- und Schraubarbeiten zu Beschädigungen der Fußböden kommen. 

Für die Fixierung von Möbelstücken am Boden ergeben sich unterschiedliche Optionen. Im Fachhandel gibt es dafür oftmals spezielle Fixierungssysteme und Schrauben, die eine sichere Installation gewährleisten. Es ist nicht ratsam, bei den Baumaterialien zur Befestigung zu sparen. Einmal angeschraubt, halten die guten und qualitativ wertvollen Dübel, Schrauben und Winkel über Jahre.

Den Schrank kindersicher machen

Gerade im Kinderzimmer können sehr hohe Regale und Schränke zur Gefahr werden. Kinder sind sehr neugierig und klettern an einem Schrank – dafür nutzen sie meist die Einlegeböden als Trittfläche. Das kann auch der Fall sein, wenn die Kinder einen Gegenstand herausnehmen wollen, der sich weiter oben im Schrank befindet. Gerade wackelige oder lose eingelegte Einlegeböden können zur Gefahrenquelle werden. Durch die Belastung werden sie herausgezogen und die Kinder stürzen zu Boden. Um solche Unfälle zu vermeiden, gilt es Schranksysteme auszuwählen, bei denen sich die einzelnen Fächer vor dem Herausziehen oder Herausrutschen absichern lassen. Das gelingt zum Beispiel durch Metallwinkel, die fest mit den Seitenbrettern verbunden werden. Außerdem empfiehlt es sich, direkt an der Stirnseite der Böden Schrauben zu installieren, durch die sich die Bretter nicht mehr nach vorne verschieben oder gar herausfallen.

Vor dem Einsatz in der Wohnung gilt es, die potenziellen Gefahren am Schrank zu prüfen. So ergeben sich an den scharfen Ecken, direkt an den Türen oder Schubladen spitze oder kantige Unfallherde. Wer die eigene Wohnung kindersicher machen möchte, sollte zusätzliche Sicherungssysteme einsetzen. Schließlich passiert der überwiegende Teil aller Unfälle zuhause.